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Betroffene Landwirte bereiten sich auf eine Klage vor

Die Entscheidung des BMVI für die B49-Umgehung am Rande Dalheims bedroht massivst betroffene Landwirte. Sie sind nun in Gefahr, ihre besten Ackerböden zu verlieren. In einem Gespräch mit unserer BI machten sie deutlich, dass sie diese äußerst existenzbedrohende Situation nicht hinnehmen wollen.

Sie sprechen sich daher erneut für die Wiedererrichtung der Hochstraße im Bestandskorridor aus und bereiten mit Hilfe der juristischen Abteilung des Hessischen Bauernverbandes eine Klage vor. Im ersten Schritt steht eine juristische und baufachliche Prüfung diverser Unterlagen von Hessen Mobil an. Dazu gehört auch die Kostenaufstellung von Hessen Mobil, die kürzlich auf deren Internetseite veröffentlicht wurde.


Was tun, wenn Politiker die Bürger ignorieren? Man ruft den Bund der Steuerzahler an!

Ganz Wetzlar ist in Aufruhr, weil der Magistrat Pläne umsetzen möchte, die auf großen Widerstand in der Bevölkerung in Wetzlar und Umgebung stoßen. Das Gewerbegebiet in Münchholzhausen, das Parkhaus in der Altstadt direkt neben dem Dom und alternative Strecken zur Hochstraße B49. Aber die Stadtregierung reagiert nicht. Sie informiert die Wähler nicht, ignoriert alle Einwände und kooperiert nicht mit denen, die sie wählten.

Also organisieren sich die Betroffenen in Bürgerinitiativen, nehmen ihre demokratischen Möglichkeiten wahr und bringen wieder und wieder ihre Anliegen vor – und werden trotzdem nicht gehört. Tragisch, dass man im Bundes- und Landtag fast täglich herausstellt, wie wichtig der Umweltschutz inzwischen geworden ist. Man bringt einen Gesetzesentwurf nach dem anderen ein. Aber in den Kommunen ist man taub, ignoriert das alles und macht so weiter wie eh und je. Wie vor 50 Jahren betoniert man Äcker für Gewerbegebiete, asphaltiert Natur für Autobahnen und baut ein Parkhaus nach dem anderen. Und so zeigt das, was in Bund und Land gegen den Klimawandel unternommen wird, keine Wirkung. Lokalpolitiker weigern sich strikt, das Notwendige in den Kommunen umzusetzen!

Wir haben nun den Bund der Steuerzahler angerufen. Die Hochstraße B49 ist mit ca. 90 Mio € die preiswerteste Lösung. Dass die Kosten zuletzt auf 485 Mio € angesetzt wurden, glaubt keiner. Und Fakten und Daten, die dies glaubhaft machen könnten, erhalten wir weder von den Verkehrsministerien in Wiesbaden oder Berlin noch von Hessen Mobil oder der Stadt Wetzlar.

Die Stadt Wetzlar möchte die Fragen um die B49 auf ein lokales Problem reduzieren. Widerlegt – denn die Nachbargemeinden wollen auch gefragt werden. Ganz Mittelhessen ist betroffen. Wir hoffen, dass der Bund der Steuerzahler Licht in die finanzielle Situation bringt. Damit nimmt die Sache eine bundesweite Dimension an – Steuern müssen alle Bürger in der Republik zahlen. Und alle würden betrogen werden, wenn die Kosten nicht korrekt geschätzt worden wären.

 



Die B49: Wetzlar schont die Umwelt nicht

 Im Rathaus Wetzlar favorisiert man umweltfeindliche Alternativen zur Hochstraße. Zerstört damit bestes Ackerland und bringt lokale landwirtschaftliche Betriebe in Existenznot. Die Hochstraße als umweltfreundlichste Lösung möchte man nicht. Dagegen erwächst nun der Widerstand der umliegenden Gemeinden, die Wetzlar bei der Planung ignoriert hat. In Lahnau hat man eine Resolution für den Erhalt der Hochstraße auf den Weg gebracht. Und auch in Solms diskutiert man die Problematik. Bleibt noch die Frage nach den Kosten für den Steuerzahler. 2016 und 2019 schätze man bei Hessen Mobil die notwendigen Ausgaben für das gut einen Kilometer lange Konstrukt auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Plausibel, denn ähnliche Bauten verschlingen vergleichbare Summen. Nicht zu verstehen ist, warum sich die Kosten 2021 plötzlich verfünffachen. Auf ca. 480 Mio Euro. Das hessische Verkehrsministerium und Hessen Mobil liefern auf Anfrage keine Fakten mit Zahlen, die nachprüfbar wären. Selbst Fachleute fragen sich, warum die Hochstraße nun genau so viel kostet, wie die Hochmoselbrücke. 2019 fertiggestellt, 160m hoch, nur der Brückenteil fast 2 Km lang, mit zahlreichen zusätzlichen Brücken und Auffahrten über eine Gesamtlänge von fast 25 Km. Wo ist das Gericht, das diese Planung nachprüft? Der Bundesrechnungshof, bereits Ende 2020 auf die damals schon unklare Kostenfrage angesprochen, reagiert jedenfalls nicht. Wen wundert es, dass sich die Bürger von manchen Politikern nicht mehr vertreten fühlen und ihnen gegenüber starkes Misstrauen hegen. Diese „schwarzen Schafe“ diskutieren die Sorgen der Bürger ungeprüft weg und lassen sie in einem „schwarzen Loch“ verschwinden. Demokratie geht anders!

Quelle: http://www.hochmoseluebergang.rlp.de/index.php?id=2

B50

 


CDU Solms für Ersatzneubau der Hochstraße B49 – Tunnelumfahrung wird massive Auswirkungen für anliegende Kommunen von Wetzlar haben

 

Die Verkehrstrasse B49 und die damit verbundenen Planungen zur Hochstraße B49 in Wetzlar sind für die ganze Region von enormer Bedeutung. So hatte sich auch die Gemeindevertretung der Gemeinde Lahnau mit einem Resolutionsantrag gegen eine mögliche Tunnelumfahrung und für den Wiederaufbau der Hochstraße B49 in Wetzlar ausgesprochen.

Die CDU Solms sah ebenfalls die Notwendigkeit, dass auch die Solmser Sichtweise und die Auswirkungen für Solms bei dieser Thematik berücksichtigt werden. Daher stellte die CDU-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Solms am 08.02.2022 einen Resolutionsantrag, in dem der Straßenbaulastträger der B 49 (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI) aufgefordert wird, die Sichtweise der Stadt Solms bei den Planungen zur Hochstraße B49 in Wetzlar zu berücksichtigen.

Denn aus Solmser Sicht ist zu erwarten, dass wegen der Tunnelumfahrung ein erhöhter Ausweichverkehr im Stadtteil Solms-Albshausen entsteht. Daher und aus Nachhaltigkeitsgründen wird der Ersatzneubau der Hochstraße B49 favorisiert, so der Antragstext.

Nach langer Diskussion in der Stadtverordnetenversammlung wurde der Antrag durch Stimmen der Mehrheitsfraktionen der SPD und der FWG in den Ausschuss für Klimaschutz, Bau und Stadtentwicklung zur weiteren Beratung überwiesen.

Zuvor machten Vertreter des Bauernverbands/ Landwirte und die Bürgerinitative „Hochstraße B49“ auf das Thema aufmerksam.

Lisa Schäfer (stv. Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion) machte bei der Antragsbegründung klar, dass aus Solmser Sicht zu befürchten ist, dass ein erhöhter Ausweichverkehr durch die Tunnelumfahrung das Verkehrsaufkommen auf der L3451 beträchtlich erhöhen könnte sowie den Verkehrsfluss im Stadtteil Solms-Albshausen beeinträchtigen könnte. Dies würde erhebliche Belastungen für die anliegenden Bürgerinnen und Bürger als auch für die Autofahrer mit sich bringen. Schließlich sei die Durchfahrt während der Hauptverkehrszeiten durch die Ampelanlage und aufgrund des Bahnübergangs in Albshausen oftmals angespannt.

Gerade die Autofahrer aus den südwestlich gelegenen Kommunen von Solms (z.B. aus dem Bereich Braunfels und den Solmsbachtalgemeinden) sowie Solmser Bürgerinnen und Bürger, werden die Tunnelumfahrung aufgrund der längeren Strecke (zusätzlich über 6 km einfache Strecke bzw. 12 km Hin- und Rückweg) nicht nutzen und werden Umfahrungs- und Ausweichstrecken favorisieren. „Daher müssen wir uns als Solmser die Frage stellen, so Schäfer, welche Strecke fahre ich, um nach Gießen zu kommen? Nehme ich bei immer höher werdenden Kraftstoffpreisen, die zusätzliche Mehrstrecke bei der Tunnellösung in Kauf, oder fahre ich durch Albshausen und durch die Stadt Wetzlar, um weiter Richtung Gießen zu fahren?“

Außerdem fordert der CDU-Antrag HessenMobil auf, vor Abriss der Hochstraße und unabhängig von der Entscheidung zur Variantenwahl, frühzeitig mit den Anrainerkommunen von Wetzlar zu kooperieren und Gespräche zu führen, um Konflikte auf Ausweich- und Umfahrungsstrecken während der Bauphase zu vermeiden.

Des Weiteren verwies Schäfer auf den zusätzlichen CO²-Ausstoss durch die längere Wegstrecke bei der Tunnelumfahrung.

Nach Prognosen von HessenMobil würden eine zukünftige Tunnelumfahrung täglich aus Richtung Solms in Richtung Gießen 19.300 Fahrzeuge und umgekehrt 18.500 nutzen.

Dies ergebe bei einer zusätzlichen Wegstrecke von 6 Kilometern alleine 226.000 km pro Tag bzw. 1,6 Millionen Kilometer pro Woche oder 82,5 Millionen pro Jahr.

Kleine Maßnahme – große Auswirkungen. Spätestens hier müsste eigentlich jedem umweltbewussten Bürger deutlich werden, dass diese Maßnahme unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten Unsinn ist. Aber damit nicht genug, auch der Blick auf das Thema Flächenverbrauch, macht deutlich, dass das Projekt erhebliche Eingriffe in die Natur und Umwelt mit sich bringt.

Hierbei betonte Schäfer, dass der Flächenverbrauch insgesamt in der Region enorm sei und große Auswirkungen auf die heimische Landwirtschaft habe. „Bauernland gehört in Bauernhand, ansonsten verlieren unsere Landwirte Ihre Existenz, um für uns alle hochwertige Lebensmittel zu produzieren“, sagte Schäfer. Auch die Naturschutzverbände Lahn-Dill haben sich gegen die Tunnelvariante und die damit verbundenen Eingriffe in die Natur und Umwelt ausgesprochen.

„Gerade als Klimakommune sind wir verpflichtet auf den enormen Flächenverbrauch, der durch den Bau der Tunnelumfahrung entstehen würde, hinzuweisen und lehnen dieses Bauvorhaben zum Schutz der Natur und Umwelt ab.“ Schließlich gebe es ja der Eigentümer der Trasse bereits im Bundesverkehrswegeplan 2030 vor. „Erhalt vor Neubau!“ Das Klimaschutzgesetz fordert – um die Ziele erreichen zu können – eine Verminderung des C02-Ausstoßes. Eine Streckenverlängerung und die Betonierung von unberührter Natur durch eine Umfahrungsvariante ist mit den Klimazielen nicht zu vereinbaren. Das Ziel der Bundesregierung, den täglichen Flächenverbrauch auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren, liegt in weiter Ferne. Derzeit beträgt der tägliche Flächenverbrauch für Siedlung und Verkehr immer noch durchschnittlich 56 Hektar pro Tag. Ein Bauvorhaben wie die Tunnelumfahrung entspricht nicht den von der Bundesregierung gesteckten Zielen. Im Koalitionsvertrag der künftigen Bundesregierung unter dem Punkt Infrastruktur soll ebenfalls ein stärkerer Fokus auf Erhalt und Sanierung bestehender Bundesfernstraßen und ein Schwerpunkt auf Ingenieurbauwerke (z.B. moderner Brückenbau) gelegt werden.

Soweit die Argumentation der CDU-Fraktion.

Völlig unverständlich war daher der Debattenbeitrag der FWG-Fraktion, in dem der CDU vorgeworfen wurde, Anträge zu stellen um pressewirksam in Erscheinung zu treten. Man müsse sich aus Sicht der FWG-Fraktion um das Thema Hochstraße B49 erst weiter informieren.

Diese völlig haltlosen Vorwürfe wies die CDU massiv zurück, da sich die Solmser-CDU Fraktion sowie auch verschiedene Vertreter der CDU auf Landes- und Bundesebene sich mit diesem Thema umfassend auseinandergesetzt haben.

Auch das FWG-Argument der mangelhaften Informationslage sei nicht haltbar da die Fakten rund um das Thema lang auf dem Tisch liegen, denn seit mehreren Jahren berichtet die heimische Presse sehr ausführlich über die Varianten zum Umbau der B49. Des Weiteren gibt es sehr informative Webseiten von HessenMobil und den Bürgerinitiativen.

Auch der Vorschlag der SPD-Fraktion, einen erneuten Fragenkatalog an HessenMobil zu stellen und den Antrag in den Ausschuss zu verweisen, lehnt die CDU ab. Aus Sicht der CDU–Fraktion ist der Verweis in den Ausschuss klare Verzögerungstaktik, damit sich SPD und FWG nicht zeitnah positionieren müssen. Lisa Schäfer sagte dazu, dass ein erneuter Fragenkatalog keinen Sinn habe, weil es bereits eine enorme Vielzahl an Schreiben sowohl an das Bundes- als auch das Landesverkehrsministerium und auch an HessenMobil bereits gab und alle Erkenntnisse ersichtlich sind. Welche Fragen aus Sicht der SPD in einem erneuten Fragenkatalog gestellt werden müssten, blieb offen.

Die CDU wird nun im Ausschuss weiter für den Antrag werben. Ein Dank gilt der Bürgerinitiative „Hochstraße B49“ für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz zum Erhalt der „Hochstraße B49.“

Gemeinsam suchten die Bürgerinitiative und der Kreisbauernverband mit den Solmser Stadtverordneten vor der Stadtverordnetenversammlung Gespräche um für das Thema Flächenverbrauch zu sensibilisieren.

demo 1

demo 2

demo 3



Dringlichkeitsantrag der CDU, SPD und geo Fraktion für eine Resolution der
Gemeindevertretung Lahnau zu Pro bevorzugter Ersatzneubau der B 49 - Hochstraße und
Taubensteinbrücke Wetzlar

Interfraktioneller Antrag der Fraktionen CDU, SPD und geo vom 16.12.2021

 

https://rim.ekom21.de/lahnau/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZTY4ZlXHr0bW2l3PbBFZbQ7m5Q8qz9BKZ-QYblT5cciz/Interfraktioneller_Antrag_aller_Fraktionen_AT-73-2021.pdf#search=Antrag

 


"Tunnellösung kommt: B49 soll bei Wetzlar unter der Erde verlaufen"

 

"Der Bund gibt grünes Licht: Für die Bundesstraße 49 soll bei Wetzlar ein Tunnel gebaut werden."

Artikel in Giessener Allgemeine

https://www.giessener-allgemeine.de/hessen/bundesstrasse-49-soll-bei-wetzlar-durch-tunnel-gefuehrt-werden-zr-91138907.html

 


 

"Jetzt doch A480-Ausbau? Angst vor „Betonviereck“ lässt Anwohner handeln"

"Wird der totgeglaubte Weiterbau der A480 zwischen dem Gleiberger Feld und Blasbach etwa wieder aktuell? Bei den Menschen in den Lahnau-Dörfern, aber auch in Kinzenbach kommen alte Ängste wieder hoch."

Artikel in Giessener Allgemeine

https://www.giessener-allgemeine.de/kreis-giessen/angst-vor-alten-neuen-plaenen-91067397.html

 


Kognitive Dissonanz: Auszeichnung für Bodenschutzkonzept der Stadt Wetzlar

Sie reissen eine Kita in der Altstadt ab und errichten ein Parkhaus - Beton statt Spielwiese. Sie planen ein Gewerbegebiet in Münchholzhausen und nehmen die Versiegelung wertvoller Äcker in Kauf. Und sie unterstützen die alternativen Trassen zur Hochstraße, die ebenfalls stark Landschaft und Natur zerstören und zur Bodenversiegelung beitragen. Schließlich nehmen sie - OB Wagner und Umweltdezernent Kortlüke - ohne rot zu werden einen Umweltpreis entgegen. Es soll jeder für sich entscheiden, wie das zu interpretieren ist.

https://www.wetzlar.de/rathaus/aktuelles/pressemitteilungen/2021/09_September/bodenschutzkonzept-der-stadt-wetzlar-vom-land-ausgezeichnet.php?t=1630689511,6637&fbclid=IwAR2PoZumr-A9bu6rdGz7JkxubBnneza8K0_BqrLrqyWeQYAdPcr3TNPgllw

 


Pressemitteilung von Hessen Mobil - Empfehlung aus Wiesbaden.

Nachfolgende Mitteilung schildert ledeglich die Empfehlung des Landes an das Bund und stellt noch keine endgültige Entscheidung dar. Die Kosten müssen vom Bundesverkehrsministerium geprüft werden. Erst danch wird ebenfalls im Bundesverkehrsministerium entschieden, welche Variante realisiert werden soll.

Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement

Pressemitteilung

Marburg, 2. Juli 2021

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B 49: Ersatz Hochstraße und Taubensteinbrücke Wetzlar

Voruntersuchung an Bundesverkehrsministerium übergeben

Der Brückenzug der B 49 in Wetzlar (unter anderem mit der Hochstraße und der Taubensteinbrücke) muss ersetzt werden – ein Großprojekt für Wetzlar und die Region um Aßlar, Solms und Lahnau. Hessen Mobil hat daher im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unterschiedliche Varianten für einen Ersatz des Brückenzuges untersucht und dabei neben der Erneuerung im Bestandskorridor unter Berücksichtigung des aktuellen Regelwerks (insbesondere hinsichtlich des Fahrbahnquerschnitts als 4-streifiger Querschnitt mit Seitenstreifen) auch großräumige Umfahrungsvarianten der Stadt Wetzlar in die Untersuchungen einbezogen. In diesem Planungsprozess sind die Varianten u. a. nach verkehrlichen, straßenplanerischen, städtebaulichen, ökologischen und wirtschaftlichen Kriterien geprüft und bewertet worden. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen (HMWEVW) hat die von Hessen Mobil fertiggestellte Voruntersuchung im Juni 2021 an das Bundesverkehrsministerium übergeben. Die Voruntersuchung beinhaltet den Vorschlag des Landes Hessen, die Variante „B 49, Umfahrung Dalheim (Tunnel)“ als Vorzugsvariante in den nächsten Planungsphasen weiter zu verfolgen und auszuarbeiten. Die im Rahmen der Voruntersuchung ermittelte Kostenschätzung für diese Variante beläuft sich auf ca. 450 Mio. €. Die Kostenschätzung wird derzeit vom Bundesverkehrsministerium geprüft.
Ebenfalls wird das Bundesverkehrsministerium nun prüfen, ob der vorgeschlagenen Vorzugsvariante des Landes aus Sicht des Bundes als Bauherr zugestimmt werden kann. Alle Beteiligten sind sich der Dringlichkeit einer Entscheidung bewusst, wann jedoch die Prüfung abgeschlossen ist und demnach ein Ergebnis vorliegen kann, steht noch nicht fest.

Hintergrund: Der Brückenzug der B 49 in Wetzlar (unter anderem mit der Hochstraße und der Taubensteinbrücke) muss in den nächsten Jahren ersetzt werden. Für die Zeit nach der Sperrung der Hochstraße bis zur Wiederherstellung einer leistungsfähigen und sicheren B 49 wird eine temporäre Umfahrung über die B 277, die A 480 und die A 45 eingerichtet. Hierzu sind in diesem Streckenzug umfangreiche Vorabmaßnahmen erforderlich, deren Planung bereits angelaufen ist. Dokumentiert und damit für alle zugänglich sind diese Informationen auf der ausführlichen Projektwebseite von Hessen Mobil, u.a. siehe https://b49wetzlar.hessen.de/dialog

Weitere Informationen zum Projekt B 49 Ersatz Hochstraße und Taubensteinbrücke Wetzlar erhalten Sie unter b49wetzlar.hessen.de.
Mehr Informationen zu Hessen Mobil unter mobil.hessen.de oder verkehrsservice.hessen.de

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Pressekontakt: Sonja Lecher

Hessen Mobil Straßen- und Verkehrsmanagement
Regionalbüro Westhessen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Raiffeisenstraße 7, 35043 Marburg

Tel: (06421) 403 123
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 


Wenn der Verkehr in und um Wetzlar nicht kollabieren soll: Wiederaufbau der Hochstraße 1:1 einzige realistische Lösung!


 

EU verklagt Deutschland!

Die EU-Kommission verklagt Deutschland, weil es über viele Jahre zu
wenig Naturschutzgebiete ausweist. Wir haben schon kürzlich darüber
berichtet.

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/eugh-naturschutz-klage-deutschland-101.html

Unsere BI nimmt dies zum Anlass, in diesem Zusammenhang die EU
zu kontaktieren. Wir übergeben an Schreiben an jene Abteilung der
Kommission, die für die Bearbeitung der Klage zuständig ist. Wir
weisen darauf hin, dass jene Areale, auf denen die alternativen
Trassen zur Hochstraße zu liegen kämen, geschützt werden sollten.
Anstatt neue Autobahnen dort zu erreichten.

Wir sind der Meinung, dass nicht nur zu wenig Schutzgebiete
ausgewiesen werden – wie es die EU-Kommission kritisiert. Wir
beobachten auch, dass schützenswerte Landschaften, die noch nicht
der Flora-Fauna-Habitat Richtline unterliegen, im Vorfeld weiter der
Verkehrs-Infrastruktur weichen müssen. Und so auch zukünftig der
Richtlinie entzogen werden! Unwiederbringlich.

Wir sehen Dokumente und Ziele der Politik, die Wiedererrichtung vor
Neubau anpreisen (Bundesverkehrswegeplan/Vorwort), die den CO2-
Ausstoß verringern wollen (Klimaziele der Bundesregierung bis 2030)
und die Streuobstwiesen am Rande Dalheims schützen sollen
(Rahmenplan Soziale Stadt Dalheim). Damit will man uns weismachen,
man verbessere den Umweltschutz. Aber wenn die versprochenen Ziel
umgesetzt werden sollen, sind alle Dokumente wertlos und die uns
versprochenen Ziele werden wieder verfehlt. Die Vorsätze gegenüber
den Bürgern und der EU werden erneut nicht eingehalten. Alles Schall
und Rauch!


Zwei unbeantwortete Fragen zur B49. Die Kosten und die Umleitung

Bereits im April 2016 legte sich Hessen Mobil fest! Die Hochstraße
kostet keine 100 Millionen und sie passt durch Wetzlar! Fest
gehalten in der WNZ!

https://www.mittelhessen.de/lokales/wetzlar/wetzlar/die-tage-der-b-49-hochstrasse-sind-gezahlt_19568272

Und die Aussage zu den Kosten von Hessen Mobil wiederholt am 17.
Juni 2019 in einer Info-Veranstaltung im Sitzungssaal der Wetzlarer
Rathauses! Unter Zeugen!

Seit über 2 Jahren fragt unsere Bürgerinitiative, warum sich das
geändert habe? Und wir bekommen keine klare Antwort. Alles was wir
bekommen sind ausweichende und verwaschene Antworten. Unser
Schluss: man kann nicht widersprechen! Die Hochstraße ist nach
unserer Ansicht die preiswerteste Lösung. Und Hessen Mobil will
darüber nicht diskutieren, weil man dann das eigene Vorhaben in eine
aussichtslose Position brächte.

Und dann gibt es noch die überaus üppigen Pläne zur Umleitung
während der Bauphase durch das Dillfeld. Eine Konstruktion, die in
ihren Ausmaßen – und wahrscheinlich auch in den finanziellen
Dimensionen – einer endgültigen Lösung gleichkommt. Und wir
glauben, genau das ist das Ziel!

https://b49wetzlar.hessen.de/dialog/1-fachdialog

Hier wird eine „Lösung durch die Hintertür“ geplant? Ist es auch eine
günstige Gelegenheit, die Kosten zu verrechnen und dem Bau der
Hochstraße zuzuschlagen?

Unser Schluss: man wartet die Wahl ab, lässt „Gras über die ganze
Sache wachsen“ und vollendet das, was man eh schon plante. Denn
mit solch einer gigantischen Umleitung hat man sich Zeit verschafft,
die derzeit – vor der Wahl – fehlt. Wir haben diese Punkte bereits dem
Bundesrechnungshof zur Beurteilung vorgelegt. Und wir werden dort
erneut nachfragen - auch wenn die Wahl vorüber ist!


Wer „grün“ möchte, muss jetzt „schwarz“ wählen

OB-Kandidat Michael Hundertmark hat es in die Stichwahl
geschafft. Im Interview mit dem HR vor dem Rathaus, unmittelbar
nach der Auszählung, nannte er seine Ziele und sprach zuerst vom
Dialog mit den Bürgern. Der müsse verbessert werden. Das
unterstützen wir!

Herrn Wagner dagegen, so erschien es uns, war die
Enttäuschung des Wahlausgangs anzusehen. Und auf die
gleiche Frage antwortete er, er wolle seine Punkte weiterführen
wie angekündigt. Stadtentwicklung an erster Stelle und wieder
kein Naturschutz – so haben wir es verstanden. Unserer BI fallen
dazu nur asphaltierte Äcker, versiegelte Flächen und ein verfehltes
hessisches Nachhaltigkeitsziel ein. Wir denken dabei an das
Gewerbegebiet in Münchholzhausen, an einen abgerissenen
Kindergarten in der Altstadt, der einem Parkhaus weichen musste
und an weitere Parkhäuser im Stadtgebiet. Eine
Stadtentwicklung, die der Zeit um Jahrzehnte hinterherhinkt. Im
Interview mit Radio FFH dachte er überhaupt nicht mehr an die
Bürger.

https://www.ffh.de/nachrichten/hessen/mittelhessen/265368-stichwahl-bei-oberbuergermeisterwahl-in-wetzlar.html 

Und vor der Wahl hörten wir ganz oft den Satz: “Die Grünen“ hier in
Wetzlar sind nicht mehr grün. Die vielen Bürger, die uns das sagten,
hatten sich wohl mehr und anderes von deren Beteiligung an der
Stadtregierung erhofft.

Deshalb unser Hinweis vor der Stichwahl: Wir wissen, dass sehr viel
„Grünes“ unter der schwarzen Farbe steckt. Bei SPD und Grünen
dagegen bröckelt der Lack. Rot und grün verschwindet und grauer
Beton wird sichtbar.

Bürgerinitiative „Hochstraße B49“


Lärm bis Steindorf, Altenberg und Dalheim

Zwischen Altenberg und Dalheim ist bei Tunnel und offener Variante mit einer riesigen
Anschlussstelle (AS Altenberg) zu rechnen. Die Auffahrten ragen dann tief in die Lahnseite
und auch in die Felder nördlich der B 49 hinein. Gleich in Höhe Altenberg müsste eine
Rampe angelegt werden, die in Richtung Dalheim in die Höhe geht und nach unserer
Schätzung an der geplanten Abzweigung ca. 30 m aufragt. Aus dieser Höhe schallt es
dann in alle Richtungen. Auch nach Steindorf. Es ist nur ein guter Kilometer bis dorthin.
Wir haben es ausgemessen!

IMG 0924


Phönix aus der Asche

Eigentlich hatte sie schon 2019 ihre Arbeit eingestellt. Nach ihrem Erfolg.
Jene Bürgerinitiative, die bereits vor Jahren verhindert hat, dass die A 480
zwischen Wettenberg und dem Wetzlarer Kreuz gebaut wird. Doch nun
werden sie wieder aktiv. So schnell es Corona zulässt. Eine Reaktivierung
dieser BI ist beschlossene Sache.
Wird eine der drei alternativen Trassen bei Dalheim kommen, so glaubt
diese neue „alte BI“, kommt auch der Bau der A 480 wieder ins Gespräch.
Und das Dilemma beginnt von Neuem.
Erste Gespräche unserer beider BIs wurden bereits geführt und die neue
Kooperation mit den Kollegen aus Waldgirmes steht! Wir verfolgen die
gleichen Ziele.
Das Problem mit der B49, dass der Magistrat der Stadt Wetzlar so gerne in
die Verantwortung des Bundesministeriums für Verkehrt legt, hat offenbar
doch eine enorme überregionale Bedeutung. Der Magistrat war zu
kurzsichtig und hat voreilig die Sorgen und Nöte der Nachbarn unbeachtet
gelassen. Das rächt sich nun bitter und ruft den Protest der Einwohner der
Gemeinden um Wetzlar und sogar bis Giessen auf den Plan. Das wäre
vielleicht anders gekommen, hätte der Magistrat rechtzeitig und offen mit
seinen Wählern kommuniziert.

IMG 0922


Bundesstraße 49 – wenn die Hochstraße verschwindet

Es wird kein Raum frei in der Innenstadt. Der Handel in der Altstadt wird abgeschnitten
Auch ohne Hochstraße muss man weiter über Lahn und Dill, um zum Gloelknoten zu
gelangen. Die wenigen Meter, die dann wegfallen, bringen keinen nennenswerten
Raumgewinn (Bild 1). Direkt unter dem Kloster Altenberg entstünde eine bis zu 30 m hohe
Rampe mit einem riesigen Dreieck – so die Schätzungen unserer BI. Teile des Abschnitts
der B49, der bereits erneuert wurden, fallen erneut dem Bagger anheim. Verschwendung
von Steuergeldern? Die mittelständischen Unternehmen der Region leiden wegen
verlängerter Anfahrtswege zu ihren Standorten. Die Bürger in Waldgirmes, Asslar,
Hermannstein, Naunheim, Dorlar und Garbenheim bekommen mehr Lärm. Jede
Umfahrung erzeugt ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen auf der Autobahn.
Zusätzlich werden die Landstraßen der Region verstopft werden. Man wird sie als
Ausweichstrecke nutzen (Bild 2). Zwischen Waldgirmes und Wetzlar. Zwischen
Dutenhofen und Wetzlar und auch die Ortsdurchfahrt von Garbenheim und die Innenstadt.
Bereits jetzt von Corona arg gebeutelt, wird der Einzelhandel in der Altstadt weiter von
seiner Kundschaft abgeschnitten. Die Kunden fahren an Wetzlar vorbei! Die Altstadt wird
dann noch leerer. Will der derzeit verantwortliche Magistrat das wirklich seinen Bürgern
zumuten?

Legende Bild 1:
Nur die Strecke zwischen den beiden Auffahrten – mit blauen Kasten gekennzeichnet –
fällt weg
Legende Bild 2:
Die „rot“ gekennzeichneten Straßen werden zusätzlich genutzt werden

Nr1a Raumgewinn

Nr2 Umgehungsstraen


Fünf wichtige Aspekte zum Thema B49, die jeder wissen sollte.

IMG 9889


Hessen Mobil mit erster Priorität für den Bau der „offenen Trasse“ westlich von Dalheim?


Hessen Mobil verändert die Planung zur Variante 5.3 – der offenen Trasse westlich von Dalheim.
Nachzulesen auf deren Internetseiten (siehe dort auch „Datenblatt_Variante_5.3_Stand Okt2020.pdf“).

https://b49wetzlar.hessen.de/projekt/varianten/b-49n-dalheim-umfahrung-im-einschnitt-mit-neubau-stadtzubringer

Für unsere BI ist dieser Text ein gravierendes Indiz, dass diese Strecke auch in 1. Priorität
favorisiert wird. Wir erwarten nun den Bau der offenen Trasse! Warum sonst sollte Hessen
Mobil die Planung erneut aufnehmen und die Streckenführung ändern oder anpassen?
Andere Informationen haben wir bisher von Hessen Mobil nicht erhalten. Wir würden uns
freuen, wenn man von Seiten Hessen Mobils dazu Stellung nehmen und für Aufklärung
sorgen könnte. Denn nun schon seit ca. einem 3⁄4 Jahr warten wir auf eine Entscheidung
zur Trassenführung. Auf diese Entwicklung antwortend, wird unsere BI folgende Aktionen unternehmen:

a) Wir bereiten eine Anfrage an den Bundesrechnungshof vor. Bereits 2016 hat Hessen
Mobil in einem Artikel in der WNZ erläutert, dass die Kosten für eine Instandsetzung der
bestehenden Trasse im hohen zweistelligen Millionenbereich lägen und weiter, dass die
Umsetzung problemlos machbar sei.

https://www.mittelhessen.de/lokales/wetzlar/wetzlar/die-tage-der-b-49-hochstrasse-sind-gezahlt_19568272

Diese Kostenabschätzung wurde von Hessen Mobil in einer Informationsveranstaltung im
Rathaus Wetzlar am 17. Juni 2019 wiederholt genannt. Eine Informationsveranstaltung zu
der u.a. auch unsere BI mit diversen Vertretern eingeladen war.
Damit erscheint uns die Wiedererrichtung der Hochstraße die preiswerteste Lösung zu
sein! Weitere uns vorliegenden Kostenabschätzungen (erstellt von eigenen Fachleuten der
BI) prognostizieren, dass alle andere Lösungen weit und deutlich im dreistelligen
Millionenbereich liegen. Hessen Mobil hat dies bisher weder bestätigt noch dementiert.
Die Angaben von 2016 und 2019 sind abweichend und widersprüchlich zu jenen Angaben,
die in der Online-Veranstaltung von Hessen Mobil im Sommer dieses Jahres (2020)
gemacht wurden. Die Daten dort waren äußerst unpräzise und intransparent. Wir möchten
daher eine Prüfung durch den Bundesrechnungshof erwirken – in Erwartung valider
Erkenntnisse über die tatsächlichen Kosten.

b) Wir behalten uns vor, eine zusätzliche, gleichlautende Anfrage an den Bund der
Steuerzahler zu richten. Auch hier mit dem Ziel, prüfen zu lassen, ob die in diesem Projekt
einzusetzenden Mittel des Steuerzahlers hinreichend korrekt, präzise, kostensparend und
verantwortungsvoll ermittelt wurden.

c) Wir werden die Inhalte dieser Schrift an die demokratischen Mitglieder des
Stadtparlaments Wetzlar senden. Mit der Bitte uns mitzuteilen, was sie unternehmen
möchten, wenn unsere Befürchtungen zutreffen. Wir verweisen auf deren entsprechenden
Entschluss im Sommer dieses Jahres-

d) Wir beabsichtigen, diese Fragen auch an die zu benennenden Kandidaten der
anstehenden OB-Wahl (2021) in Wetzlar zu stellen. Schließlich haben wir weit über 4500
unterstützende Unterschriften aus Wetzlar und Umgebung erhalten. Wir – und sicher auch
die Unterzeichner unserer Unterschriftensammlung – möchten daher wissen, wie sich
potentielle OB-Kandidaten zur Thematik aufstellen möchten. Was wollen sie für ihre
Bürger tun, wenn die offene Trasse bei Dalheim kommt?
Unsere BI fordert weiterhin die Wiedererrichtung der bestehenden Hochstraße und lehnt
alle anderen alternativen Trassen ab.


Hessen Mobil hält das Visier geschlossen

Zum Thema virtuelle Infomesse der Hessen Mobil zu B49 in Wetzlar

Wir kennen dieses Problem schon lange – beinahe anderthalb Jahre. Wir haben
konkrete Fragen zur Hochstraße B49 an Hessen Mobil gestellt. Von dort kommt
immer wieder die gleiche Reaktion: Unsere Fragen werden nicht beantwortet. Wenn
dann doch einmal, nur mit sehr, sehr großer Verzögerung. Und dann in der
Formulierung oberflächlich, nichtssagend und nicht den Kern der Frage beantwortend.

So auch diesmal. Man lud uns zu einer Info-Messe rund um den Wiederaufbau der
Hochstraße ein. Mit uns sollten die Stadt, die BI aus Garbenheim und Hessen Mobil
selbst je einen Stand besetzen. Die Bürger würden eingeladen; sie hätten dann die
Möglichkeit, sich zu informieren und man könnte dann an den Ständen die Antworten bekommen.

Dann kam alles anders. Corona! Die in der Stadthalle geplante Messe wurde zur
virtuellen Veranstaltung umfirmiert. So weit verständlich. Und im Prinzip auch akzeptabel.

Nicht zu akzeptieren war, dass man unsere Einwände und Wünsche schon bei der
Planung zur „realen“ Veranstaltung ignorierte; und dann erneut ausblendete, als die
virtuelle Messe ins Leben gerufen wurde. Wir wollten zusätzlich die Bürger der
umliegenden Gemeinden eingebunden sehen – z.B. aus Solms und Lahnau. Und die
Landwirte, deren Ackerboden bedroht ist. Ebenso die Unternehmen, die uns ihre
Bedenken mitgeteilt haben. Und die Einzelhändler, die den Wegfall der Hochstraße
fürchten! In welcher Form auch immer! Zu all diesen Gruppierungen haben wir regen
Kontakt. Sie unterstützen uns – nicht nur in dieser speziellen Sache.

Wir unternahmen noch einige Versuche, unsere Interessen – zumindest als
Kompromiss zum Tragen zu bringen. Leider nicht zu unserer Zufriedenheit.

Und so haben wir nun Hessen Mobil als Konsequenz mitgeteilt, dass wir als BI Ihrer
Veranstaltung nicht beiwohnen. Es ist unser Protest zur mangelhaften
Kommunikation von Hessen Mobil. Die Veranstaltung mutiert zum Panoptikum der
Kuriositäten! Man fordert auf, Fragen zu stellen, beantwortet diese aber nicht! Man
will umfassend informieren, schließt aber die Hauptakteure aus! Und dies wiederholt
und mit einer Hartnäckigkeit, die kaum zu überbieten ist.

Was ist nun zu machen? Nun, unsere BI hat schon einen Großteil in Angriff
genommen. Unsere Homepage bietet seit geraumer Zeit die Möglichkeit, sich im
Detail schlau zu machen. Dort sind alle Fragen gelistet, die uns Hessen Mobil nicht
beantworten möchte. Wer also vor hat, die „virtuelle Messe“ von Hessen Mobil zu
besuchen, der kann sich vorab auf unserer Homepage einlesen. Wenn dann noch
Fragen offen bleiben, sind wir über unsere Mailadresse zu erreichen. Wir klären gerne auf.

Ob das zum Ziel führt, bleibt offen. Denn was nützen einem die besten Fragen, wenn
Hessen Mobil weiterhin blockiert? Wir haben jedenfalls die zusätzlich betroffenen
Bürger in Kenntnis gesetzt. Mit unseren Botschaften hier auf Facebook und unserer
Homepage. Und wir haben einige der für uns zuständigen Landtags– und
Bundestagsabgeordnete informiert. Natürlich auch den Bauernverband und LSV. Und
wir beabsichtigen dies auch in der Presse öffentlich zu machen.

In diesem Sinne empfehlen wir trotz allem die kritische Teilnahme an der
Veranstaltung! Auch wir werden das als Einzelpersonen tun. Wer fragt, bekommt
nicht immer eine Antwort! Wer NICHT fragt, bekommt definitiv keine Antwort!
Wir warten darauf, dass Hessen Mobil endlich „mit offenem Visier“ agiert. Unsere BI
bevorzugt es, unserem Gegenüber offen und ohne eigene Gesichtsbedeckung
entgegenzutreten. Unsere Argumente rechtfertigen eine ebenso offene Diskussion!


Warum die Hochstraße immer noch die beste Lösung ist

Fakten & Einschätzungen

Die neue Hochstraße muss nur 22 m breit sein und passt dann durch die Stadt.

  • Hessen Mobil plant aufgrund der Entwurfsklasse 2 (EKA 2) den Ersatzbau der Hochstraße durch Wetzlar. Diese Klasse findet allgemein bei Fernautobahnen Anwendung, bei denen zwischen den Anschlussstellen 5 Km und mehr liegen. Sie ist mit Randstreifen 33 m breit. Diese Bedingungen sind in der Stadt jedoch nicht gegeben. Die Auf- und Abfahrten liegen im Bereich von wenigen Hundert Metern..
  • Wir meinen, dass hier die kostengünstigere Klasse EKA 3 explizit für Stadtautobahnen angewendet werden müsste. Deren Dimensionen erlaubt bequem den Bau durch die Innenstadt Wetzlars, denn sie wäre nur 22 m breit. Sie könnte den Lahnberg passieren, ohne dass dieser angetastet werden müsste. Und sie ließe auch genug Platz, sodass keine Bauwerke entlang der Hochstraße abgerissen werden müssten. Standstreifen sind nicht notwendig. Diese würden bei den kurzen Strecken zwischen Auf- und Abfahrten auch nicht sinnvoll sein.

Wir zweifeln das berechnete Verkehrsaufkommen wie von Hessen Mobil ermittelt an 

  • Wir hegen Zweifel am von Hessen Mobil genannten, zukünftigen Verkehrsaufkommen von und nach Wetzlar. Nach unserer Erkenntnis wurden die 2017 gemessene Verkehrszahlen nicht auf das Jahr 2030 hochgerechnet. Mit der Folge, dass die beiden Rampen, die die Hochstraße bei einer Umgehung ersetzten müssten, von Hessen Mobil einspurig ausgelegt würden. Diese Streckenführung könnte aber den Quellverkehr in 2030 nicht vollständig aufnehmen. Dafür wären 2-spurige Rampen mit 18 m Breite notwendig. Das sich ergebende Erscheinungsbild käme dann der jetzigen Hochstraße sehr nahe. Als Folge des zu niedrig berechneten Verkehrsaufkommen käme es zu Staus um den Bereich Gloelknoten. Rückstaus wären ebenfalls die Folge.

Jede Umfahrung ist teurer als eine neue Hochstraße nach EKA 3 (Stadtautobahn) 

  • Kämen die alternativen Streckenführungen (Tunnel/offener Einschnitt/Dilltrasse) um Wetzlar zur Verwirklichung, müssten auch die Anschlußstellen "Hermannstein/Asslar", "Wetzlarer Kreuz" und "Wetzlar-Ost" in ihren Dimensionen angepasst werden. Diese zusätzlichen Kosten verteuern die Umgehungen enorm.
  • Gleiches gilt für den Bau der Zufahrten von und nach Wetzlar. Auch die hier anfallenden Kosten würden dann als Zusatz bewertet werden müssen, wenn die alternativen Trassen die Hochstraße ersetzen würden.

Ohne Hochstraße kein Lärmschutz für Garbenheim 

  • Würde die Hochstraße nicht mehr errichtet, würden die Strecken zwischen Altenberg und Wetzlar-Ost zur Kreisstraße zurückgestuft. Kreisstraßen erhalten aber prinzipiell keinen Lärmschutz. Und so gäbe es auch für Garbenheim keine Möglichkeit mehr, jemals eine Lärmschutzwand zu erhalten.

Starke Lärmbelästigung und Nachteile für die Gemeinden am Rand von Wetzlar

  • Jede Umgehung bedeutet mehr an Lärm für Asslar, Hermannstein, Naunheim, und Lahnau. Denn der Verkehr würde verstärkt an deren Haustüren vorbeilaufen. Pendlern aus Solms und Lahnau drohen längere Anfahrtswege zu ihren Arbeitsplätzen. Wir glauben, dass die Landstraßen zwischen Giessen und Wetzlar und zwischen Solms und Wetzlar stärker frequentiert würden.

Jährlich zusätzlich bis zu 10.600 Tonnen CO2 mehr 

  • Bei einer Umfahrung von zusätzlich ca. 4,1 bis 5,2 km Wegstrecke werden jährlich zusätzlich bis zu 10.600 Tonnen CO2 ausgestoßen oder mehr als 4.500.000 Liter Benzin verbraucht. Hier sind nur PKWs (Benziner) gerechnet, die wirkliche Zahl ist deutlich höher! Für einen Berufspendler bedeutet eine Umfahrung zwischen 8,2  und 10,4 km tägliche Zusatzstrecke (1.708 bis 2.166 km im Jahr)

Flächenverbrauch ist viel zu hoch

  • Unser Flächenverbrauch ist noch immer viel zu hoch: Täglich werden in Deutschland rund 58 Hektar als Siedlungsflächen und Verkehrsflächen neu ausgewiesen. Dies entspricht einer Flächenneuinanspruchnahme – kurz Flächenverbrauch – von circa 82 Fußballfeldern.
  • Bis zum Jahr 2030 will die Bundesregierung den Flächenverbrauch auf unter 30 Hektar pro Tag verringern. Die Bundesregierung strebt bis 2050 sogar das Flächenverbrauchsziel Netto-Null (Flächenkreislaufwirtschaft) an. (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, 6.9.2019) 
  • Für Hessen beziffert der Agrarökonom Dr. Günter Lißmann vom Regierungspräsidium Kassel den Flächenverbrauch von 1993-2011 auf 5 Hektar pro Tag.  Wenn man dies hochrechnet, dann sei in Deutschland der letzte Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche im Jahr 2250 verbraucht und in Hessen wäre das bereits im Jahr 2200 der Fall. (Bauernverband Gießen/Wetzlar/Dill, 7.8.2019)

Grafik der Woche 2020 KW02 Flaechenverbrauch 200108

Quelle: Deutscher Bauernverband e.V.


 

Umweltziele der Regierung im Widerspruch zum Abriss


 

Umweltministerium

Die Aussagen von Umweltministerin Svenja Schulze: "Alle müssen weniger Sprit, Öl und Gas verbrauchen." 

LESEN SIE HIER DIE GESAMTINTERVIEW

 


 

Umweltbundesamt

Etwa 46 Prozent der Siedlungs- und Verkehrsflächen sind versiegelt, das heißt bebaut, betoniert, asphaltiert, gepflastert oder anderweitig befestigt. Damit gehen wichtige Bodenfunktionen, vor allem die Wasserdurchlässigkeit und die Bodenfruchtbarkeit, verloren. Mit der Ausweitung der Siedlungs- und Verkehrsflächen nimmt auch die Bodenversiegelung zu.

Diese immer noch hohe Zunahme versiegelter Flächen ist vor allem auf das stetige Wachstum der Verkehrsflächen zurückzuführen, denn mit 50 bis 70 % weisen Verkehrsflächen einen vergleichsweise hohen Anteil versiegelter Fläche auf.

Ökologische Auswirkungen:

Eine übermäßige Bodenversiegelung hat unmittelbare Auswirkungen auf den Wasserhaushalt. Zum einen kann Regenwasser weniger gut versickern und die Grundwasservorräte auffüllen, zum anderen steigt das Risiko, dass bei starken Regenfällen die Kanalisation oder die Vorfluter die oberflächlich abfließenden Wassermassen nicht fassen können und es somit zu örtlichen Überschwemmungen kommt.

Auch das Kleinklima wird negativ beeinflusst: Versiegelte Böden können kein Wasser verdunsten, weshalb sie im Sommer nicht zur Kühlung der Luft beitragen. Hinzu kommt, dass sie als Standort für Pflanzen ungeeignet sind, welche somit als Wasserverdunster und als Schattenspender ausfallen.

Vor allem wird die natürliche Bodenfruchtbarkeit durch eine Versiegelung der Böden massiv beeinträchtigt. Wenn der Boden dauerhaft von Luft und Wasser abgeschlossen ist, geht die Bodenfauna zugrunde, welche wiederum wichtige Funktionen für den Erhalt und die Neubildung von fruchtbaren Böden erfüllt.

LESEN SIE HIER DEN GESAMTEN ARTIKEL

 


 

Bundesverkehrsministerium

Eine Umfahrung widerspricht der "Innovation 2" des Bundesverkehrswegeplan 2030 (Vorwort, Seite I) “Wir stärken das Prinzip Erhalt vor Aus- und Neubau."

LESEN SIE HIER DEN GESAMTEN ARTIKEL

 




 Bodenfunktionsbewertung

Bodenfunktionsbewertung im Bereich der geplanten Trassenführung zeigt, dass extrem hochwertige Böden in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. 

LESEN SIE HIER DIE GESAMTANALYSE 


Unterzeichnen Sie die Online-Petition und treten Sie somit für den Erhalt der bestehenden Trasse der B49 als Hochstraße durch Wetzlar ein. Vielen Dank!

Aktuelles

  • Lahnau und Solms präferieren die Wiedererrichtung der B49 im Bestandskorridor.

    Die CDU-Fraktion im Stadtparlament Solms hat sich kürzlich für den Wiederaufbau der Hochstraße B49 im Bestandskorridor ausgesprochen. Und nun haben alle Parteien im Stadtrat von Lahnau beschlossen, einen gleichlautenden Antrag zu stellen. Im Detail nachzulesen in der WNZ vom 1. Oktober 2022 auf Seite 14. Wie in Solms, sieht man auch in Lahnau erhebliche Nachteile, wenn die Umfahrung bei Dalheim käme. Und weist darauf hin, dass weitere Gemeinden wie z.B. Asslar und Hohenahr ebenfalls betroffen wären. Belastungen, die seit geraumer Zeit von unserer BI u.a. auf unserer Homepage publiziert werden.

     
  • Kein Altstadt-Parkhaus, Verstoß gegen Klimaschutz! Petition „Klimawende Wetzlar Jetzt“*

    Die Stadt Wetzlar wird aufgefordert, bei begonnenen und geplanten Baumaßnahmen, alle Anforderungen zur Einsparung von klimaschädlichen Emissionen umzusetzen und auf unnötige Baumaßnahmen, insbesondere das Altstadt-Parkhaus, zu verzichten! Jedes geplante und begonnene Projekt ist dem Klimaschutz und der Klimaanpassung bedingungslos unterzuordnen!

    Die Stadt Wetzlar wird aufgerufen, dem Beispiel vieler Städte weltweit sowie des EU-Parlamentes zu folgen und den Klimanotstand auszurufen, um die Dringlichkeit von notwendigen Klimaschutzmaßnahmen zu unterstreichen.

    Statt ca. 10 Millionen Euro für das Parkhaus zu verschwenden, sollte dieser Betrag genutzt werden, um den öffentlichen Nahverkehr auszubauen. Zudem ist der Ausbau innerstädtischer "Radwege" zu beschleunigen und diese dabei auf eigene, von den Strassen getrennte Spuren zu verlegen.

    Hier klicken, um zur Petitionsplatform "we act" zu gelangen

    Mitmachen!

    Warum ist das wichtig?

    Weiterlesen ...  

  • B49-Tunnel schürt Freude, Existenzangst und Wut

    "Unsere große Umfrage zeigt: Nein, der B49-Tunnel ist nicht die Ideallösung, mit der in Wetzlar und Umgebung alle leben können. Die Reaktionen fallen enorm unterschiedlich aus."

    Artikel in Mittelhessen von Pascal Reeber und Tanja Freudenmann

    https://www.mittelhessen.de/lokales/wetzlar/wetzlar/b49-tunnel-schurt-freude-existenzangst-und-wut_24896509

     

Worum geht´s? Wen betrifft´s?

Was ist das Ziel? Warum wurde die BI gegründet?

Wir setzten uns für den Erhalt der bestehenden Hochstraße durch Wetzlar ein und lehnen die möglichen Alternativen östlich und westlich von Wetzlar-Dalheim vehement ab. Dafür führen wir folgende Gründe auf:

WEITERLESEN ...

Wer ist betroffen?

Verschlechterung der Lebensqualität u.a. für Einwohner von Dalheim, Aßlar, Naunheim: Lärmbelästigung, Luftqualität...

Ein 90 bis 120 Meter breiter Graben mit 6 Spuriger Straße wird da entstehen, wo heute die Menschen spazieren gehen, Fahrrad fahren, Natur genießen.

Allein die Verlängerung der Pendelstrecke um 6km bedeutet nach konservativer Recnung 12.600 Tonnen mehr CO2 Ausstoß. Schlimmer noch: da Dalheim die „natürliche Lunge Wetzlars“ ist, wird dieser Mehrausstoß anstelle von Frischluft in die Stadt Wetzlar getragen.

Wie kann ich als Einzelner helfen? Was kann ich machen?

Treten Sie unserer BI bei, melden Sie sich dazu mit Ihrer vollständigen Anschrift, mit Handy- und Festnetznummer. Sie müssen keinen Beitrag zahlen. Es wäre aber sehr hilfreich, wenn Sie uns aktiv unterstützen. Es ist dennoch kein Muss.

Sie werden dann über unseren E-Mail Verteiler über alle Aktionen (laufend und anstehend) informiert, zu Versammlungen eingeladen und können sich auch für anstehende Aktionen freiwillig melden.

Unterschreiben Sie unsere Online-Petition! Werben Sie andere, die ebenfalls unterzeichnen möchten.

Treten Sie unserer Facebook-Gruppe bei und teilen Sie unsere Posts mit möglichst vielen.

Sie können uns bei Einzel- und Gruppenaktionen unterstützen. Wir kommunizieren solche Aktionen vorab über unseren Mail-Verteiler. Alternativ über diese Homepage und die Facebook-Gruppe.

Werben Sie weitere Mitglieder für unsere Bürgerinitiative. Neue Mitglieder können uns dazu über unsere E-Mail-Adresse erreichen.

b49raupe

Fragen? Schicken Sie uns eine Nachricht

Danke für Ihre Unterstützung!

Über
unterschriften4500 Unterstützer haben bereits unterschrieben! (Stand: 03.11.19)

 

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